Willkommen

Sieben Musiker und Sängerinnen aus unterschiedlichen christlichen Gemeinden und Kirchen in Esslingen und Umgebung bereichern Ihre Gemeindeveranstaltung mit populärer christlicher Musik. Auf dieser Internetseite erfahren Sie alles Wissenswerte.

Auf ein Wort: Homo Musicus

„Nachdem ich Chopin gespielt habe, fühle ich mich, als hätte ich über Sünden geweint, die ich nie begangen habe, und über Tragödien getrauert, die nicht die meinen sind“, so Oscar Wilde. Auf ein Wort: das haben wir alle schon einmal erlebt. Musik wirkt auf uns. Zu Tränen gerührt, mit sich über unseren Rücken jagenden Schauern, getrostpflastert, immanent erhaben mit freudig-bangem Herzzittern oder Gänsehaut: Musik ergreift uns, Musik ist eine Kurzschrift des Gefühls. Ein Film ohne Musik kann meistens keine Emotionen transportieren. Ob mathematisch-rhythmisch vorwärtstreibend oder nonchalant Fuß mitschwingend – nie war soviel Musik wie heute. Im Auto, in der Küche, im Supermarkt, kein Wartessaal ohne Dauerberieselung, dass selbst Ungeborene bereits die Gesetze der Harmonie mit stenographieren können. Dabei ist Musik vielfältig und alt, kennt eine Vielzahl von Stilen und Traditionen. Der alte Ägypter blies schon die Doppelrohrblattpfeiffe, der antike Sumerer zupfte Harfe und Leier ganz ohne loderndes Feuer und Dur und Moll, die erst im 16. Jahrhundert in der westlichen Welt entstanden. Aber Musik verdankt ihre Wirkung nicht nur kultureller Konvention, sondern ihr Gehalt ist in einer universellen Sprache verfasst. So wie ein Lichtstrahl die Augen anspricht, und ein Duft die Nase betört, scheint ein Akkord den Gefühlsinn des Menschen zu reizen. Musik hat erwiesener Maßen tiefgreifende Wirkung auf das limbische System, das Tor zur Emotion, einer Region in unserem Gehirn, die glücklich macht. Musik hat darüber hinaus eine uralte und wichtige Funktion für uns. Gemeinsames Musizieren senkt z.B. bei Männern, die Konzentration des Agressionshormons Testosteron und die Ausschüttung des Stresshormons Cortison. Die Produktion des Hormons Oxytocin hingegen, das soziale Bindung fördert, wird angeregt. Angst und Spannung wird abgebaut, die Solidarität wird erhöht. Zu allen Zeiten wirkte Musik so. Zusammen zu musizieren, zu tanzen oder Musik zu hören, schweißt Menschen zusammen. Nationalhymnen, Arbeitslieder, Partymusik, Stadiongesänge singen ein Wiegenlied davon: Musik als eine sinnstiftende Kraft. Eine vereinende Macht. Mit heilend-heiliger Legitimation. Musikalität ist eine uralte menschliche Fähigkeit, ein kreativer Spielplatz des Bewusstseins zur Entwicklung von Fantasie und geistiger Beweglichkeit, die uns als Homo Musicus aus dem Dschungel geholt hat. Oder wie es der Hamburger Lyriker Hermann Claudius (1878–1980) voller Emphase formulierte: „Musik, du bist die tiefste Labe, die aus der Menschenseele quoll. Bist Gottes allerbeste Gabe, da seine Güte überschwoll“. Und um wie viel größer muss dann der Geber dieser großartigen Gabe sein?

-Stefan Harrer-

Auf ein Wort: Die Symphonie der Stille

Ein furioses Finale: fortissimo, frenetico, feroce, aufsteigend, aufbrausend, aufrührend und subito – Stille, Schweigen, Silentium. Der Tag, nachdem ein Gebet gesprochen wurde, aber keine Antwort kam. <tacet> Der Tag, nachdem eine Seele am Boden zerstört wurde und es keine Anzeichen gibt, dass sie sich je wieder erheben wird. <lacrimosa> Der Tag, der sich wie schweres Blei auf unsere Seele legt und den letzten Funken Lebensfreude erstickt. <vibrato> Karsamstag, der Tag dazwischen – zwischen Verzweiflung und Freude, zwischen Verwirrung und Klarheit, zwischen Finsternis und Licht. <indeciso> Das Adrenalin ist weg, der Schrecken vorbei und die Gewissheit reift – irgendwie muss es weitergehen. <lento> Noch einmal in Erinnerungen schwelgen, Hoffnungen und Träume, die Welt zu verändern. Der Versuch zu verstehen, wie das passieren konnte. Ikarus Abschied vom Fliegen. Heute ist der Tag, an dem unser Traum gestorben ist. <con dolore> Wir wachen auf und stellen fest, dass wir immer noch leben, dass wir irgendwie weiter müssen, wissen aber nicht wie und wozu. <poco a poco> Der Tag von Gottes Schweigen… Sie verlieren Ihre Arbeitsstelle. Sie verlieren Ihre Gesundheit. Sie verlieren Ihren Freund. <molto triste> Das Leben scheint wie ein einziger Unglückstag, der sich endlos wiederholt. <da capo> Mutlos, einsam, resigniert – unser Tod hat viele Namen. <senza tempo> Wir können uns für Verzweiflung entscheiden. Mit Enttäuschungen leben lernen, still, heimlich, zurückgezogen – besser wird’s nicht mehr. Am besten nie wieder auftauchen. <desolato> Oder wir können uns für Verleumdung entscheiden, billige Erklärungsversuche, gemimtes Maskenspiel, verdrängtes Menschsein. <capriccioso> Es gibt aber noch einen dritten Weg: Warten. Fragen, Jammern, Klagen, ja, und doch vertrauen. <crescendo> Gott, warum hörst du mich nicht? Gott, wo bist du? <ostinato> Gott wir lassen dich nicht los, bevor du uns nicht gesegnet hast! <ritardando> Glauben suchen und Leben finden. Hinabgestiegen in das Reich des Todes, so sprechen wir im Glaubensbekenntnis. An jenem Tag ist Jesus hinabgestiegen, um jedes Leid und jeden Tod zu durchleben, um uns zu retten. <libero> Er hat den Tod bezwungen, weil er sich ihm unterworfen hat. Karsamstag – Gott ist tot, begraben, es ist vorbei. Es bleibt nichts anderes, als zu warten und auf Gott zu vertrauen. <largo> Etwas, was wir niemandem delegieren können, Hoffnung und Zuversicht. Heute wissen wir, dass Ostern kam, am dritten Tag ist die Hoffnung geboren worden. Eine neue Grundlage, auf die unser Leben aufbaut. Gestern geschah das Unheil und am dritten Tag kommt die Rettung. <adagio> Auf ein Wort: darin sollen wir uns stärken in Zeiten der Not, wenn der Unstern nicht weichen will, wenn dumpfe Mutlosigkeit unsere Kraft aufzehrt, wenn Gott stumm ist. <declamando> Lassen wir ihn nicht los. Vielleicht steht unsere Errettung kurz bevor? Ostersonntag, der Tag, an dem Gott alle Tränen abwischen wird, an dem Gott sein wird alles in allem. Bis dahin ist Karsamstag – ein Tag zwischen Gestern und Morgen. <placido> Mit Tränen im Gesicht blinzle ich der Sonne entgegen und mein Herz lauscht – der Symphonie der Stille…. <fine>.

-Stefan Harrer-

Auf ein Wort: Die Magie der Töne

Erst wenn die Luftmoleküle in Reih und Glied schwingen, ergibt sich ein Ton. Jedes Luftmolekül addiert die Schwingungen von natürlichen oder durch Instrumente erzeugten Frequenzen zu einem wilden Tanz – ein komplexer Vorgang. Diesen Tanz zu erfassen ist noch komplexer – die ungeheure Leistung unseres Gehörsinns – ein Wunder. Am Anfang steht ein vergleichsweise ärmlich ausgestattetes Organ, unser Ohr. Mit 5000 Haarsinnzellen verwandelt es den Schall in elektrische Impulse. Über das Trommelfell werden winzige Luftdruckschwankungen registriert, über die winzigen, federleichten Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel verstärkt und auf die Membran des Innenohrs übertragen. Das schneckenförmige Organ vollbringt die erstaunliche Leistung, den eintreffenden Schall in einzelne Frequenzen wieder aufzuspalten und bis auf das Zehntel eines Halbtons zu unterscheiden. Von nun an rasen nur noch Nervenimpulse durch unser Hirn. Materielles geht in Fühlbares, in Hörbares, in Messbares, in nur-noch gerade Erahntes, in Jenseitiges, Spirituelles und Unendliches über – ein Übergang , der das Faszinosum Musik ausmacht. Auf ein Wort: Musik – eine Sprache die wir alle verstehen, die in 3 Minuten Erinnerungen von 3 Jahren weckt, die das ausdrückt, wo Worte fehlen, Stenografie unserer Gefühle, potenzierte Poesie, ein unvergänglicher Seelenretter, das beste Labsal eines betrübten Menschen, das unser Leben erträglich macht: Musik an, Welt aus. Für Yehudi Menuhin vielleicht die eigentliche Muttersprache des Menschen, für den Komponisten Karlheinz Stockhausen gar eine Verbindung zu Gott. Musik ist ein großartiges, wundervolles Geschenk Gottes an seine Menschen, das er uns aus seiner Ewigkeit für die Reise durch unser Leben anvertraut hat. Musik, Gesang und Lobpreis wollen unsere Begleiter sein, die uns immer neu wieder daran erinnern – in Zeiten der Freude und des Lachens, aber auch in Zeiten der Dunkelheit und der Tränen –, dass wir auf der Reise durch unser irdisches Leben unterwegs und noch nicht zuhause sind. Musik kann die Sehnsucht nach Himmel in unserer Seele, nach jenem Zuhause in uns wecken, für das wir geschaffen worden sind, und sie kann die Hoffnung und die Vorfreude in uns nähren, dass wir nach unserer Reise durch die Zeit für immer nach Hause kommen werden. Wie wäre es also, wieder einmal diese alte Magie auszupacken, seine Stimme zu erheben, das Klavier neu zu stimmen, in Messias Händel auf Konserve oder live einzutauchen, beim Lagerfeuergesang mit zu schmettern, mit den frühen Vögeln zu quinkelieren, in einem Chor oder Band gemeinsam Luftmoleküle zum Tanzen zu bringen – das Geschenk auszupacken, das jeder von uns mitbekommen hat – Musik.

-Stefan Harrer-

Alles NEU – in 2018

Liebe Fangemeinde!

Nicht alles, aber vieles ist und wird neu in 2018 – unserem 18. Band-Jahr!

Da ist zum einen unsere Vocalzusammensetzung. Petra hat uns verlassen, um sich neuen persönlichen Zielen zuzuwenden. Wir sind dankbar für ihre Alt-Stimme über so viele Jahre hinweg und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute und Gottes reichen Segen.

Und nahtlos begrüßen wir mit großer Freude Anne Peetz im Sopran. Schön, dass wir uns gefunden haben. Das wird toll!

Nach 11 Jahren mussten wir leider auch aus unserem Proberaum in der Esslinger Südkirche ausziehen. Schade, doch in jedem Abschied liegt auch ein Zauber, denn wir haben wieder eine neue Bleibe gefunden. Ein schöner Proberaum in der Katholischen Kirche in Deizisau – sogar mit Tageslicht.

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Reihe schöner Väter-Events geben. Gottesdienste, Lobpreisbegleitung und sicher auch das eine oder andere Väter-Konzert. Die Termine werden in den nächsten Tagen hier zu finden sein. Wir freuen uns auch wieder darauf, zu speziellen Ereignissen wieder unsere Gaststars Steffi Neumann und ihren Bruder Tobi dabei zu haben.

Und natürlich auf Euch, unsere Zuhörer.

Eure Väter und -innen
😉

… und jetzt noch tiefer durchatmen

das Väter-Jahr ist schon zu Ende. Wir blicken dankbar auf eine ganze Reihe schöner Gottesdienste und Konzerte in 2017 zurück. Schön war’s. Besonderes Highlight in diesem Jahr war das Benefizkonzert Stürmische Zeiten. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren und das Projekt HilfReich e.V. Durch ihre Spende unterstützt haben.

Und zuletzt durften wir uns über großartige Besucherzahlen bei unserem schon traditionellen Adventskonzert am letzten Sonntag freuen. Die anschließende Bratwurst und der Glühwein dürften da natürlich auch nicht fehlen.

Freut Euch mit uns auf viele neue Events im kommenden Jahr. Wir sind schon am Planen.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen Euch die Väter mit den Sängerinnen und Sängern.

und vom Herbst mit großen Schritten Richtung Advent

Tief durchatmen…
Advent, Advent ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann habe ich den Stress bald hinter mir… Advent heißt Ankunft und auf die wartet man gewöhnlich. Nur können wir das noch? Erwarten wir noch Neues, oder haben wir uns eingerichtet? Wer oder was käme denn bei uns überhaupt noch an, sollten wir einmal zu Hause sein –
nach dem Motto: „Ich bin nicht da, bin mich suchen gegangen. Wenn ich wieder da bin, bevor ich zurückkomme, sagt mir, ich soll auf mich warten…“?
Wie wäre es, wenn wir gerade diese Tage einmal anders beginnen würden?
Herzliche Einladung zum Adventskonzert von „die Väter band & vocals“ am 3. Dezember um 16 Uhr in der Stadtkirche Esslingen – für einen anderen Start in die Adventszeit in Liedern und Texten.
Gott kommt in diese Ecke des Universums, auf diesen unbedeutenden Planeten, zu uns Menschen, getrieben von göttlicher Liebe. Um uns nahe zu sein.

Wir gehen in den heißen Herbst über…

In den nächsten Wochen heißt es wieder „üben, üben, üben“, denn wir wollen Euch zum Ende des Jahres noch einige Leckerbissen bieten. Gottesdienst in Berkheim, Benefizkonzert „STÜRMISCHE ZEITEN“ mit allem Drum und Dran und zum Abschluss unser schon traditionelles Adventskonzert „ER KOMMT AN“. Wir freuen uns, wenn ihr vorbei schaut.